WILLKOMMEN

Herzlich willkommen auf der Internetseite der evangelischen Kirchengemeinden Altefähr, Poseritz und Rambin auf Rügen! Unsere Kirchengemeinden gehören zur Propstei Stralsund im Pommerschen Kirchenkreis der Nordkirche. Jede unserer Gemeinden hat ihr eigenes Profil und Gemeindeleben, gewachsen über viele Jahre. Diese örtlichen Eigenheiten wollen wir bewahren und weiter pflegen.

Mit ihren je eigenen Kirchengemeinderäten verantworten unsere Gemeinden ihre Kirchen und kirchlichen Gebäude selbst. Die Friedhöfe stehen in der Zentralen Friedhofsverwaltung Stralsund.

Uns alle verbindet der Glaube an den einen Gott, der sich in Jesus Christus uns Menschen zugewandt hat. Ohne Ansehen der Person sind wir durch Christus angenommen und geliebt. Dies soll sich in unserem Gemeindeleben spiegeln. Aus menschlicher Kraft können wir das nicht. Wir vertrauen auf die Leitung des Heiligen Geistes, der in uns Liebe und Offenheit füreinander weckt. Wie uns das gelingt? – Sehen Sie bei uns rein. Lassen Sie sich einladen in unsere Gottesdienste und Konzerte. Genießen Sie die Inseln der Ruhe und des Friedens, die uns unsere alten Kirchen auch in modernen Zeiten anbieten.

Herzlich Willkommen!

Pastorin Ellen Nemitz


UNSER GEMEINDELEBEN IN ZEITEN VON CORONA

Aktuelle Informationen und Hinweise zum Gemeindeleben in unseren Kirchengemeinden Altefähr, Poseritz und Rambin sammeln wir für Sie auf unserer Sonderseite.

www.kirchengemeinden-altefaehr-poseritz-rambin.org/kirche-in-corona-zeiten

Mit Sorge betrachten auch unsere Kirchengemeinden die zunehmende Dynamik der Corona-Pandemie in den Wintermonaten. Wir wollen in unseren Kirchen – so verantwortungsvoll wie möglich – weiterhin Raum bieten für Besinnung, Trost und Ruhe. Unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln werden weiterhin Gottesdienste stattfinden. Einen Ausblick auf die Gottesdienste der kommenden Wochen erhalten Sie im Kalender. Detaillierte Informationen zu besonderen Gottesdiensten finden Sie hier oder in den aktuellen Ausgaben der Gemeindebriefe für April bis Mai 2021. Da sich die Planung jedoch zunehmend kurzfristig gestaltet, beachten Sie bitte vor allem die Aushänge vor Ort in den Schaukästen.

BESUCH IM PFARRAMT ALTEFÄHR NUR MIT TERMINVEREINBARUNG
(aktueller Stand vom 26.03.2021)

Das Pfarramt Altefähr ist derzeit nur sporadisch besetzt. Bitte kontaktieren Sie unsere Gemeindesekretärin Stefanie Düben oder Pastorin Ellen Nemitz per Telefon oder E-Mail, um Ihr Anliegen zu besprechen und gegebenenfalls einen Termin auszumachen.

Neben Amtshandlungen und Seelsorge, können Sie bei einem persönlichen Besuch im Monat April auch den Haushaltsplan der Kirchengemeinde Rambin im Pfarramt einsehen.

TELEFON 03 83 06 / 7 52 31
E-MAIL altefaehr@pek.de oder altefaehr-buero@pek.de

ERSTER GOTTESDIENST IM SANIERTEN ALTEN PFARRHAUS RAMBIN
(aktueller Stand vom 26.03.2021)

Am 14. März feierte die Kirchengemeinde Rambin zum ersten Mal im Alten Pfarrhaus nach Verkauf und denkmalgerechter Sanierung einen Gottesdienst. Alle Teilnehmenden waren begeistert von der gelungenen Wiederherstellung des ehrwürdigen Gebäudes.

Es gibt nun eine professionell eingerichtete Küche, die auch für spätere Festlichkeiten genutzt werden kann. Die neue Toilette ist nun mit Rollator zugänglich. Der alte Gemeinderaum ist vergrößert worden. Lesepult, Harmonium, Kreuz und ein Schrank für »Kirchensachen« stehen dort bereit.

Sobald es die Lage zulässt, wird in den Gemeinderaum auch wieder zum Seniorenkreis eingeladen. Silke Oller und André Wohlfahrt erweisen sich als freundliche Gastgeber. – Herzlichen Dank für diese Möglichkeit.

UNTERSTÜTZUNG FÜR DAS RÜSTZEITENHEIM ALTEFÄHR
(aktueller Stand vom 26.03.2021)

Die Sanierungsarbeiten, die über die Wintermonate im Rüstzeitenheim stattfanden, neigen sich dem Ende zu. Derzeit werden die letzten Steckdosen installiert und die neuen Lampen angebracht. Die Kabelkanäle in den Wänden werden frisch verputzt und teilweise wurden auch schon Räume renoviert. Den Bauarbeiten wird noch ein gründlicher Frühjahrsputz folgen, sodass der Beherbergungsbetrieb für die Saison 2021 aufgenommen werden kann – sobald es die Situation zulässt.

An dieser Stelle möchte der Kirchengemeinderat allen Spendern und Freiwilligen für ihre großzügige Unterstützung und wertvolle Mitarbeit danken! Gerade in diesen Zeiten, wo wir uns teilweise isoliert und desorientiert fühlen, ist es ein Zeichen von Stärke, wenn ein derartiges Projekt in der Gemeinschaft solchen Zuspruch erhält. Auch jetzt gibt es Möglichkeiten kirchlicher Arbeit. Nicht alles ist sichtbar. Manches geschieht kaum bemerkt oder registriert von der Öffentlichkeit. Aber hier in Altefähr haben wir das Projekt Rüstzeitenheim und es blüht auf. – Danke dafür. Und Danke für alle weitere Hilfe!

Aufruf im Gemeindebrief Januar / Februar 2021:

Vor über zwei Jahren begann die Kirchengemeinde Altefähr mit der Sanierung des Rüstzeitenheims an der Bahnhofstraße. Seitdem hat sich im Haus und auf dem Gelände viel getan. Beim letzten Aufruf kamen viele Menschen auf uns zu und halfen bei der Ausstattung mit Einrichtungsgegenständen. Es fanden sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die die Arbeiten organisierten und in Eigenregie durchführten. Wir fanden eine Koordinatorin und eine Reinigungskraft für den laufenden Betrieb. All dies ist nicht selbstverständlich und wir sind sehr dankbar für alle Kraft und Zeit, die in den Betrieb des Rüstzeitenheimes gesteckt wird.

Es gibt reichlich Bedarf für bezahlbare Urlaubsplätze und Freiräume auf unserer schönen Insel. Für Familien mit geringem Einkommen, kinderreiche Familien, Einzelpersonen, Jugendgruppen, Pilgerinnen und Pilger oder einfach Menschen, die aus ihrem Alltag mal raus müssen, weil ihnen die Decke auf den Kopf fällt. Und wir haben mit dem Rüstzeitenheim hier ein Haus, was dies leisten kann. Im Jahr 2019 kamen die ersten Gäste, im vergangenen Jahr konnten wir mit der Jugendscheune Melaune sogar unsere erste Jugendfreizeit begrüßen. Für 2021 gehen wir nun – immer noch pandemiebedingt mit einer vagen Planung – in unsere dritte Saison.

Im laufenden Herbergsbetrieb wurden im Rüstzeitenheim allerdings die Mängel und Schäden an der veralteten Elektroinstallation deutlich. Steckdosen und Lichtquellen fielen aus und ließen sich auch durch Kleinstreparaturen nicht dauerhaft beheben. Eine gründliche Inspektion zeigte die Notwendigkeit einer Grundsanierung der Elektroanlage. Deshalb wurde das Haus für die Wintermonate 2020/21 geschlossen.

Seit November 2020 arbeitet wieder eine Handvoll Ehrenamtlicher unter der fachlichen Koordination eines Elektrikers im Rüstzeitenheim und saniert mit erheblichem Aufwand die Elektroleitungen. Insgesamt wurden im Rüstzeitenheim in den vergangenen Wochen 2000 Meter neue Kabel verlegt. Nach jetzigem Stand der Arbeiten könnten wir es schaffen, das Haus termingerecht ab Ostern wieder in Betrieb zu nehmen.

Für einen guten Endspurt benötigen wir jedoch noch finanzielle Mittel und auch sehr gern freiwillige Helferinnen und Helfer für eine tatkräftige Unterstützung. Es steht noch der Kauf und die Installation von Innen- und Außenlampen, Lichtschaltern und Steckdosen an. Wände müssen neu verputzt, tapeziert und gemalert werden. Möbel müssen aus- und eingeräumt werden und nach Abschluss der groben Bauarbeiten braucht das Haus eine gewissenhafte Grundreinigung, um Gäste wieder willkommen zu heißen.

Deshalb ruft die Kirchengemeinde Altefähr erneut dazu auf: Helfen Sie uns, das Rüstzeitenheim sicher auszustatten! Auch nach dieser Etappe der Sanierung wird es eine Unterkunft mit sehr einfachem Standard bleiben. Doch wir wollen weiterhin Menschen mit geringem Einkommen und gemeinnützigen Organisationen die Möglichkeit eines Aufenthaltes in unserer Region bieten. Ihre Unterstützung ist dabei weiterhin sehr willkommen. Für jede helfende Hand findet sich ein passender Einsatzort und jeder Euro wird nachhaltig in dieses Gemeinschaftsprojekt investiert werden.

SPENDENKONTO
Ev. Kirchengemeinde Altefähr  ||  Verwendungszweck »Rüstzeitenheim«
IBAN: DE61 1505 0500 0102 0552 97  ||  BIC: NOLADE21GRW

ANSPRECHPARTNER FÜR TATKRÄFTIGE UNTERSTÜTZUNG
Lutz Gelzenleuchter   ||  Vorsitzender des Kirchengemeinderats Altefähr
Telefon: 0176 / 32 345645

___________________________________

GROSSER DANK AN DIE JUGENDSCHEUNE MELAUNE

Anfang Mai 2020 bekam unsere Pastorin Ellen Nemitz einen Anruf vom Jugendreferenten Tobias Walzokaus aus Melaune – Schlesische Oberlausitz, nahe Görlitz (EKBO). Eine jährliche Aufbaufreizeit in einem rumänischen Dorf kam wegen Corona und den Ausreisebeschränkungen nicht zustande. Nun wollten sie die Freizeit nicht absagen und suchten im Osten Deutschlands eine Möglichkeit, Arbeitseinsatz und missionarische Kinderarbeit zu verbinden. So fanden Jugendscheune Melaune und das Rüstzeitenheim Rügen zusammen.

Unser Rüstzeitenheim in Altefähr wird seit einigen Jahren von Ehrenamtlichen mit Luft und Liebe in einen nutzbaren Zustand zurückversetzt. Wir haben kein Geld für Material, einige wenige ehrenamtliche Mitarbeiter für den Betrieb, reichlich Anfragen zur Vermietung, – aber der Zustand des Hauses ist nicht jedem zumutbar. Und diese Anfrage aus Melaune war verlockend. Aber wir befürchteten, dass viel angefangen und wenig beendet wird. Und die Corona-Regeln waren alle in der Schwebe.

In einem »Sprung des Glauben« entschied der KGR: Die Jugendlichen können kommen. Erste vorsichtige Bestandsaufnahmen und Planungen begannen. Immer noch mit viel Vorbehalt. Gleichzeitig kümmerte sich der Jugendreferent um Kontakt zum Gemeindegründungsprojekt (freshX) des Pommerschen Kirchenkreises im Plattenbaugebiet in Bergen Rothensee – »nebenan«. Dort wollte das Team einige missionarische Kindereinsätze machen. 

jugendscheune_melaune
© Florian Gaertner

Am 31. Juli kamen die Jugendlichen mit zwei Bussen und einem Hänger mit Baumaterial, Werkzeugen und Kinderdienstmaterial an. Alle im T-Shirt mit Name und Zweck der Veranstaltung. Innerhalb weniger Stunden verbreiteten sie sich auf dem Pfarrgrundstück, bauten ein Zeltlager auf und kalkulierten die Arbeit der nächsten Wochen. 

Am Sonntag fand ein erster gemeinsamer Open Air Gottesdienst mit der Kirchengemeinde Altefähr vor Ort statt. Die Jugendlichen stellten sich vor. Und am Montag begann die Arbeit. Von da an wich unsere Skepsis ungläubigem Staunen und einer zunehmenden Begeisterung. Es ist unglaublich, was 17 motivierte und gut angeleitete Jugendliche in einer Woche schaffen können.

Der Einsatz sprach sich im Ort rum. Langsam kamen Besucher, Begutachter und Kuchenspender an. Nach einer guten Woche war unser Dach dicht, Holzarbeiten an rottenden Bauteilen fachkundig ausgeführt, Fenster abgebrannt, gestrichen, neu verglast und geputzt, die Fassade frisch gestrichen und das große Grundstück gärtnerisch exakt durchgepflegt. – Arbeiten, die wir als Kirchengemeinde in Jahren nicht geschafft hätten. Und alle Arbeit mit Fröhlichkeit, Sachkenntnis, Motivation und gut platziertem christlichen Bekenntnis. 

Jugendscheune_Melaune2
© Florian Gaertner

In der Plattenbausiedlung Bergen-Rothensee fanden in Zusammenarbeit mit dem Team um Silke Henning und Cornelius Bach drei Kindernachmittage mit reichlich Besuchern statt. Coronakonform durchgeführt und für die meist kirchenfernen Bewohner Rothensees von großer Anziehungskraft. Am Sonntag dann ein weiterer gemeinsamer Gottesdienst open air in Altefähr mit nun schon deutlich interessierteren Gemeindegliedern.

Am 16. August ist nun die Gruppe nach einigen Urlaubstagen abgereist. Alle Arbeiten, die sie angefangen haben, wurden beendet. Die Mitarbeiter unserer Gemeinde bekamen eine Vitaminspritze Glaubenshoffnung und Motivation. Kirchenferne bemerkten, dass sie so etwas noch nicht erlebt hätten und dass die heutige Jugend doch nicht so schlimm sei, wie befürchtet, wenn sie solche Einsätze hinbekommen.

Wir sind als Gemeinde dankbar: Sowohl den Jugendlichen der Jugendscheune für ihre fröhliche gelungene Arbeit und die zwei Wochen Gemeinschaft, als auch der EKBO, die diese Freizeit auf anderem landeskirchlichen Terrain so großzügig unterstützte. Wir danken den Anwohnern, die sich Baulärm und frohem Jugendleben bis in die Nacht ausgesetzt sahen und es freundlich tolerant geschehen ließen. Und wir danken den Mitgliedern unserer Kirchengemeinde, die die Jugendlichen mit Kuchen und lobenden Worten unterstützten und motivierten. Über allem aber danken wir Gott, der uns durch diese Aktion gezeigt hat, dass er auch in Corona-Zeiten Geschenke zu verteilen hat. Die Jugendgruppe aus Melaune war ein Geschenk für unsere Gemeinde und unseren Glauben.

Erlebnisbericht der Rüstzeit: Aus Rumänien wird Rügänien