KAPELLE »EPIPHANIAS«

Im Herbst 2019 wurde die Kapelle in Swantow von Pröpstin Helga Ruch während eines Gottesdienstes feierlich eingeweiht. Im Auftrag der Kirchengemeinde Poseritz, zu der Swantow gehört, und größtenteils mit Mitteln aus dem EU-Förderprogramm LEADER war das ehemalige Mausoleum denkmalgerecht saniert und mit einem multifunktionalen Anbau versehen worden. Die Kapelle beherbergt nun einen beheizbaren Versammlungsraum, in dem auch Gottesdienste abgehalten werden können, so dass sie auch als Winterkirche für die benachbarte Kirche St. Stephanus dient. Die Kapelle verfügt über eine barrierefreie Toilette sowie eine Küche.

 

Während eines Gemeindefests im Juni 2019 erhielt die Kapelle den Namen Epiphanias. Epiphanias bedeutet »Erscheinung« und bezieht sich auf die Menschwerdung Gottes und das Zeichen des Sterns, das die drei Weisen nach der biblischen Überlieferung zum Stall von Bethlehem führte. »Der Name der Kapelle erinnert uns daran, dass Gott auf die Erde gekommen ist, um uns Hoffnung zu bringen«, sagte der damalige Pastor Bernhard Giesecke während der Andacht zur Namensfeier. »Möge diese Hoffnung von der Swantower Kapelle über die Insel ausstrahlen.«

Erbaut wurde das Mausoleum 1828 / 1829. Nachdem im Jahr 1930 die Särge entfernt worden waren, wurde das Gebäude als Leichenhalle genutzt. Zuletzt diente es als Abstellraum und befand sich in einem desolaten Zustand. »Nun ist die Kapelle ein Leuchtturm für die Region, der offen steht für die Menschen«, freute sich Bernhard Giesecke. Die Namensgebung wurde durch das Motiv des Sterns inspiriert, das überall in der Kapelle zu entdecken ist, in den Bleiglasfenstern, in den Bodenfliesen und in der Beleuchtung. Die Gestaltung des Innenraums übernahm die Poseritzer Künstlerin Stine Albrecht. Bei der Sanierung legte die Kirchengemeinde Wert darauf, dass ökologisch und nachhaltig gebaut wurde. So verfügt die Kapelle über eine unsichtbar in den Lehmwänden eingearbeitete Infrarotheizung, die eine ganzjährige Nutzung des Gebäudes ermöglicht.

Ohne das große ehrenamtliche Engagement wäre die Sanierung der Kapelle nicht möglich gewesen, betonte Bernhard Giesecke. Es sei für ihn ein Zeichen von besonderer Symbolkraft, dass die Kapelle von den Menschen vor Ort für die Menschen vor Ort gestaltet wurde.