KIRCHE IN ZEITEN VON CORONA

Auf dieser Sonderseite informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen vor allem in unseren Kirchengemeinden Altefähr, Rambin und Poseritz. Wir möchten Sie hier mit Informationen aus unserer Region und dem Blick über den Tellerrand hinaus versorgen. Bleiben Sie zuhause gesund und behütet!

 

AKTUELLER HINWEIS ZU GEMEINDEVERANSTALTUNGEN (25. MÄRZ 2020)

Liebe Gemeindemitglieder,

gegenwärtig verändert sich die Risikoeinschätzung angesichts des sich weiter ausbreitenden Coronavirus täglich und auch unser Gemeindeleben kann nicht mehr in der üblichen Form stattfinden. Für uns als Kirche gilt in dieser Situation:

  • wir tragen Verantwortung für die Menschen, die uns anvertraut sind,
  • wir sind aufgerufen zur Fürbitte, besonders für die Kranken und alle, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Dienst tun,
  • wir tun das uns Mögliche, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Alle Gottesdienste und Veranstaltungen in unseren Kirchengemeinden werden bis einschließlich 19. April entfallen oder müssen verschoben werden. Dies ist eine vorbeugende Maßnahme auf Verordnung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, mit der wir insbesondere Menschen vor Infektion schützen wollen, die zu Risikogruppen gehören. Über die aktuelle Situation im Landkreis Vorpommern-Rügen informiert Landrat Dr. Stefan Kerth unter anderem auf seiner Facebook-Seite und auch Jörg Heusler, Leiter des Gesundheitsamtes Vorpommern-Rügen, gibt ein tägliches Update auf der Seite des Landkreises.

Wir informieren Sie an dieser Stelle fortlaufend über die aktuelle Planung in den Kirchengemeinden Altefähr, Poseritz und Rambin.

Für seelsorgerische Anfragen oder Gespräche erreichen Sie Pastorin Ellen Nemitz und auch das Pfarrbüro Altefähr wie gewohnt per Telefon 03 83 06 / 7 52 31 oder per E-Mail altefaehr@pek.de.

STILLE UND PERSÖNLICHES GEBET IN UNSEREN KIRCHEN

Unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen werden unsere Kirchen und auch die Kirchen der Nachbargemeinden für Stille und persönliches Gebet für etwa 45 Minuten bis auf Weiteres zu folgenden Zeiten geöffnet sein:

DIENSTAG:

  • 17.00 Uhr Dankeskirche Sehlen
  • 18.00 Uhr Kirche St. Petri Garz
  • 17.00 Uhr Kirche St. Laurentius Zudar
  • 18.00 Uhr Kirche St. Stephanus Swantow

DONNERSTAG:

  • 18.00 Uhr Kirche St. Nikolai Altefähr

FREITAG:

  • 14.00 Uhr Kirche St. Marien Poseritz
  • 15.00 Uhr Kirche Gustow
  • 16.30 Uhr Kirche St. Johannes Rambin

SONNTAG:

  • 10.00 Uhr Kirche St. Nikolai Altefähr

In St. Nikolai Altefähr haben Sie neben einer persönlichen Andacht auch die Möglichkeit eine Kerze mit Fürbitte zu entzünden.

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Bitte handeln Sie verantwortungsvoll und beachten die empfohlenen Leitlinien für Hygiene und Abstand. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich vor dem Betreten der Kirche die Hände zu waschen oder die Möglichkeiten der Händedesinfektion zu nutzen und einen Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Wir laden Sie herzlich ein an den vielfältigen Möglichkeiten des gelebten Glaubens im eigenen Zuhause teilzuhaben.

VERBUNDEN IM GLAUBEN:
«LICHT DER HOFFNUNG»
UND GLOCKENLÄUTEN JEDEN TAG UM 19 UHR

In diesen Tagen der notwendigen Isolation ist es besonders wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiterhin möglich. Unsere Kirchengemeinden schließen sich der Aktion «Licht der Hoffnung» an. Jeden Tag um 19 Uhr sind Sie eingeladen zu Hause eine Kerze in das Fenster zu stellen und ein Gebet zu sprechen, um die Botschaft zu senden: Wir wollen miteinander verbunden bleiben. Wir sind verbunden im Glauben und sind uns nahe – trotz des Abstands, den wir gerade zum Schutz unserer Mitmenschen halten müssen. Begleitet wird dies auch bei uns vom Läuten der Kirchenglocken jeden Tag um 19 Uhr. Gern können Sie auch ein Abendlied wie «Der Mond ist aufgegangen» anstimmen.

hoffnungslaeutenTäglich um 12 Uhr läuten nun die Glocken der Nordkirche im Rahmen der Aktion «Hoffnungsläuten – Innehalten und Beten am Mittag», um ein Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit zu setzen. «Denk an das, was dich tröstet und stärkt. Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen», schreibt Bischof Tilman Jeremias dazu. Am Sonntag behalten wir – gemeinsam mit vielen anderen Kirchen unserer Region – das Glockenläuten um 10 Uhr bei. Auch wenn wir gerade nicht gemeinsam Gottesdienst feiern können, bleiben wir dennoch in der Gemeinschaft des Glaubens verbunden.

WOHNZIMMERGOTTESDIENST STRALSUND UND VIELFÄLTIGE DIGITALE ANGEBOTE

An den kommenden Sonntagen werden die evangelischen Kirchen der Hansestadt Stralsund gemeinsame Gottesdienste abhalten – wenn auch ohne Besucher, dafür aber mit Live-Übertragung direkt in Ihr Wohnzimmer. Am kommenden Sonntag Judika (29. März) wird der digitale Gottesdienst im Gemeindezentrum Knieper West gestaltet. Über den Youtube-Kanal der Luthergemeinde und die Webseiten der Stralsunder Gemeinden wird man am Sonntag ab 10 Uhr zum Livestream gelangen. Bitte weisen Sie sich gegenseitig auf diese Möglichkeit hin und unterstützen dort einander, wo man mit den technischen Möglichkeiten noch nicht so vertraut ist.

Auf www.kirche-mv.de haben die Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern eine Sonderseite mit Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus erstellt. Angesichts der aktuellen Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens setzen viele Kirchengemeinden verstärkt auf digitale Möglichkeiten der Kommunikation für Gebet, Predigt und Seelsorge. Auf dieser Seite finden Sie auch die Online-Angebote – zum Beispiel Videos, Podcasts, Lesepredigten – speziell aus dem kirchlichen Leben in Mecklenburg-Vorpommern. Die Nordkirche informiert auf ihrer Sonderseite aktuell über das Geschehen und Hilfestellungen aus den Kirchengemeinden und gibt Hinweise zu den vielfältigen Angeboten in Radio und Fernsehen.

LOKALE ANGEBOTE FÜR DIE HILFE IM ALLTAG

Hier möchten wir fortlaufend über ehrenamtliche Initiativen, neue Angebote und Hilfen speziell aus unserer Region informieren, die die Menschen unterstützen ihren Alltag unter den aktuellen Umständen zu bewältigen.

  • EINKAUFSINITIATIVE IN ALTEFÄHR

Die politische Gemeinde Seebad Altefähr um Bürgermeister Frank Lutz Jätschmann bietet seit Kurzem einen Einkaufsservice für Menschen der Risikogruppen oder mit körperlicher Beeinträchtigung an. «Damit Sie zuhause bleiben können, gehen wir für Sie einkaufen» lautet das Motto. Jeden Donnerstag werden die Einkäufe erledigt und nach Absprache vorbeigebracht. Anmeldungen werden von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr telefonisch unter 03 83 06 / 7 50 37 entgegengenommen.

  • EINKAUFSHILFE DIT & DAT

Auch der Lebensmittelladen «Dit & Dat» aus Altefähr findet für Sie eine Lösung, falls Sie für Ihren Einkauf im Laden nicht das Haus verlassen können oder wollen. Bitte melden Sie sich einfach während der Öffnungszeiten telefonisch unter 03 83 06 / 23 63 00.

  • LIEFERSERVICE LEBENSGUT FRANKENTHAL E.V.

Der Verein LebensGut Frankenthal bietet für alle, die zu Hause nicht selber kochen können oder möchten, ab 23. März einen Lieferservice an. Wer dieses lokale Angebot in Anspruch nehmen will, meldet sich bitte bei Elke Neugebauer:

LebensGut Frankenthal e.V.
Mobil: 0174 / 9092078
E-Mail: info@lebensgut-frankenthal.de

Freitags wird ein Speiseplan verschickt zum Angebot der kommenden Woche. Jeweils Montag, Mittwoch und Freitag werden auch Brot und Brötchen gebacken.

  • LIEFERSERVICE STRANDHAUS ALTEFÄHR

Das Strandhaus Altefähr bietet ab sofort für Mittagstisch und weitere Speisen ebenfalls einen Lieferservice für Altefähr, Rambin und benachbarte Orte an:

Strandhaus Altefähr
Telefon: 03 83 06 / 6 24 50
E-Mail: reservierung@strandhaus-altefähr.de

Wir möchten diese Liste gern fortlaufend mit aktuellen Ideen aus unserer Umgebung füllen, um eine erste Information zu geben und unsere Nähe zu signalisieren, auch wenn wir uns gerade fern bleiben müssen. Haben auch Sie von einem lokalen Angebot aus Ihrem Dorf gehört? Gibt es eine Nachbarschaftsinitiative in Ihrer Gegend? Oder möchten Sie selbst Hilfe und Unterstützung im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten anbieten? Senden Sie uns einfach per Mail einen Hinweis an altefaehr-redaktion@pek.de.

NORDKIRCHE STARTET KOSTENLOSE SEELSORGE-HOTLINE

Die neue Telefonseelsorge der Nordkirche wendet sich an Menschen, die beispielsweise unter emotionalen und psychischen Belastungen oder sozialer Isolation leiden, sowie kranke und alte Menschen, die seelsorgerliche Begleitung brauchen. Sie können sich bis auf Weiteres täglich von 14 bis 18 Uhr unter der Telefonummer 08 00 / 4 54 01 06 an die ausgebildeten Seelsorgerinnen und Seelsorger wenden, damit Herz und Seele leichter werden in schwerer Zeit. Die Seelsorge-Hotline wurde vom Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog der Nordkirche und dem Beratungs- und Seelsorgezentrum an der Hamburger Hauptkirche St. Petri (BSZ) eingerichtet.

AKTUELLER HINWEIS ZU TRAUUNGEN UND BEERDIGUNGEN (25. MÄRZ 2020)

Derzeit sind leider jegliche Zusammenkünfte in Kirchen und Kapellen auf Anweisung der zuständigen kommunalen Gesundheitsämter und Landkreise untersagt. Auf Gottesdienste, die Feier des Abendmahls und andere kirchliche Veranstaltungen muss verzichtet werden. Das gilt ebenso für Konfirmationen und Taufen. Bei diesen Kasualien werden wir schnellstmöglich Ausweichtermine anbieten.

  • TRAUUNGEN NUR IM ENGSTEN FAMILIENKREIS

Unaufschiebbare Zusammenkünfte – wie Trauungen – sind entsprechend der Verordnungen des Landes Mecklenburg-Vopommern nur im engsten Familienkreis und unter Beachtung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und bei Gewährleistung des Mindestabstands von zwei Metern zulässig.

Wir empfehlen jedoch, Trauungen zu verschieben bis sie wieder in einem auch räumlich vernünftigen Rahmen einer Kirche oder Kapelle möglich sind.

  • BEERDIGUNGEN NUR IM ENGSTEN FAMILIENKREIS UND IM FREIEN

Unaufschiebbare Zusammenkünfte – wie Beerdigungen – sind entsprechend der Verordnungen des Landes Mecklenburg-Vopommern ausschließlich unter freiem Himmel auf dem Friedhof oder am Grab und nur im engsten Familienkreis zulässig – unter Beachtung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und bei Gewährleistung des Mindestabstands von zwei Metern. Bisher waren bis zu 20 Personen erlaubt, dies ist jetzt verschärft worden. Die Beschränkung auf den engsten Familienkreis bedeutet «deutlich unter 20 Personen». Trauerfeiern dürfen zurzeit nicht stattfinden, sie können aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Auf dieser Sonderseite finden Sie ausführliche und zudem stets die aktuellsten und offiziellen Informationen der Nordkirche, der Kirchenkreise und der Pröpstinnen und Pröpste zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Für persönliche Absprachen erreichen Sie Pastorin Ellen Nemitz und auch das Pfarrbüro Altefähr wie gewohnt per Telefon 03 83 06 / 7 52 31 oder per E-Mail altefaehr@pek.de.

AKTION «HOFFNUNGSBRIEF» DER DIAKONIE HAMBURG

Die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit startete in Hamburg die Aktion «Hoffnungsbrief». Viele Seniorinnen und Senioren in Alten- und Pflegeheimen dürfen zur Zeit keinen Besuch ihrer Angehörigen mehr empfangen. Das macht traurig und einsam. Schenken Sie Hoffnung und Zuversicht in dieser Zeit und schreiben Sie einen Brief! Kinder können Bilder malen; Mitbürger können aufmunternd und anteilnehmend erzählen, wie sie selbst mit der notwendigen Isolation umgehen und gute Wünsche, Gedanken oder Gedichte weitergeben. Ihre Zuschrift senden Sie bitte an:

Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit
«Hoffnungsbrief»
Königstraße 54, 22767 Hamburg

Wenn Sie mögen, schreiben Sie Ihren Namen und die Absendeadresse dazu. Die Stiftung leitet die Briefe an ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen der Diakonie in Hamburg weiter. Oder Sie nutzen den kurzen Weg und schauen sich einfach in Ihrer eigenen Gemeinde um: Auch Ihre Nachbarin oder Ihr Nachbar freut sich sicher über aufmunternde Post.

UNTERSTÜTZUNG FÜR KUNST- UND KULTURSCHAFFENDE

TimotheusDie Auswirkungen der Corona-Pandemie spüren auch viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler, deren Engagements nun ersatzlos gestrichen werden. Die Absagen von Konzerten, Gottesdiensten und Familienfeiern betreffen auch unsere Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, deren Existenz durch auftragsarme Zeiten bedroht ist. Auf dem Portal «Kulturhimmel» der Nordkirche werden auf einer Sonderseite Hilfen und Informationen für Künstlerinnen und Künstler sowie andere Kulturschaffende gesammelt und auch Petitionen und Spendenaufrufe publik gemacht.

STIMMEN UND BERICHTE AUS DEN PARTNERKIRCHEN DER NORDKIRCHE

Das Zentrum für Mission und Ökumene (ZMÖ) veröffentlicht auf seiner Facebook-Seite Stimmen und Berichte aus Kirchen, Diözesen und Kirchengemeinden weltweit, wie diese mit der Corona-Pandemie umgehen. «Die Nordkirche steht in engem Austausch mit Kirchen, Diözesen und Kirchengemeinden auf allen Kontinenten», schreibt Christian Wollmann, Direktor des ZMÖ. «Von dort hören wir Vertrautes, so wie aus England oder Schweden, wo die Gemeinden auf verschiedene Formate im Internet umsteigen und praktische Hilfen für bedürftige Menschen organisieren.» Die Sorgen rund um den Globus, besonders in den ärmeren Gebieten, sind sehr groß – doch es gibt auch eine große Solidarität. «So klar und deutlich wie sonst selten erleben wir in diesen Tagen unsere weltweite Verbundenheit als Schicksalsgemeinschaft und als Solidargemeinschaft – und uns darin als Teil des einen Leibes Christi und Teil der Einen Welt“, so Wollmann.